An Bord der Smaragdsturm (Riyria 4)
– Michael J. Sullivan –

»Wir haben nur noch wenige Stunden Zeit und du schlägst vor, wir sollten an einem Strand nach einem bestimmten Sandkorn suchen.«

– Royce, Seite 407, An Bord der Smaragd Sturm (Riyria 4), Michael J. Sullivan*

Klappentext:
Das Diebespaar Hadrian und Royce, bekannt unter dem Namen Riyria, wollte sich eigentlich längst aus den gefährlichen Geschäften zurückziehen. Da erreicht die beiden ein Auftrag des Königs: Sie sollen des Agenten Merrick Marius habhaft werden, der allem Anschein nach im Kampf um das Königreich Melengar die Fäden in Händen hält. Als sie dafür auf dem mächtigen Segler Smaragdsturm anheuern, können sie noch nicht wissen, dass ihre Feinde längst an Bord sind. Ganz abgesehen von Piraten, die dem Schiff folgen, und Ausgesetzten und wilden Kriegern, die sie am Gestade einsamer Inseln erwarten.


Inhaltsangabe:

*spoiler* (ohne spoiler geht es in der Meinung weiter

Nach dem Abenteuer aus Band 3 sind sowohl Hadrian als auch Royce dabei ihr Dasein als Riyria hinter sich zu lassen.  

Um einen abgefangenen Brief nach Aquesta zu bringen, greifen sie beide jedoch nochmal auf ihre Fähigkeiten zurück. Als Matrosen heuern sie auf der Samaragdsturm an, um herauszufinden, wohin das Schiff und seine Mannschaft fährt und welches Ziel das Neue Imperium damit verfolgt.

Arista ist derweil mit dem Amt, das man ihr in Rehagen übertragen hat, haltlos überfordert. Zwar will sie helfen, doch für sie stand von Anfang an fest, dass sie nur vorübergehend die Leitung übernehmen wird. Ein Umstand, den die Bewohner Rehagens nicht so recht akzeptieren wollen.

Von Esrahaddon erfährt sie schließlich von seiner fortschreitenden Suche nach dem Erben. Eingeengt im Amt und mit dem Willen zu helfen, nimmt Arista die Suche in ihre Hände und reist nach Aquesta. In die Stadt, in der Modina aktuell als Erbin ausgegeben und der wahre Erbe gefangen gehalten werden soll.  


Meinung:

Auch Band 4 der Riyria Reihe konnte mit voll und ganz überzeugen. Diesmal führt uns das Abenteuer der beiden Diebe auf die See und in weiter entfernte Teile der Welt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie groß und organisch sich diese Welt anfühlt und man spürt in jedem neuen Volk und jedem neuen Land das Leben. 

Zwischenzeitlich ertappt man sich dabei, wie man alles und jeden verdächtigt und wird am Ende dennoch überrascht. Dabei wird nichts gewollt oder gezwungen gelenkt, sondern die Figuren haben ihre eigene Lebendigkeit mit ihren Ecken und Kanten, ihre eigenen Motivationen und daher auch eigenen Geheimnissen, die einen falsch locken oder doch an der Nase herumführen. 

Auch Aristas Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie entwickelt ihre eigene Dynamik und Dramaturgie. 


Fazit:

Band 4 der Riyria Reihe konnte mich wieder voll abholen.  

Die Geschichte war erneut spannend und erheiternd zugleich und zog sich an keiner Stelle in die Länge. Irgendetwas passiert immer und als Leser merkt man immer mehr wie die Figuren in dieses Spiel hineingezogen werden, ohne sich noch daraus winden zu können. 


*An Bord der Smaragd Sturm (Riyria 4) von Michael J. Sullivan, Hobbit Presse Klett-Cotta, Originaltitel: Rise of Empire/The Emerald Storm, Originalverlag: Verlag Orbit Hachette Book Group, New York, 2011 by Michael J. Sullivan, Karten by Michael J. Sullivan, Für die Deutsche Ausgabe: 2015 by J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH, Umschlaggestaltung: Birgit Gizschier, Illustration: Federico Mussetti


weitere Bücher der Reihe:

Band 1
Band 2
Band 3

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