Im Bann der Fledermausinsel
– OSCAR DE MURIEL –
EIN FALL FÜR FREY UND MCGRAY 4

»Ich war versucht, mich an den beiden vorbeizustehlen und dabei das Gesicht abzuwenden. Diese Frau sah haargenau aus wie der Typ von Geistesgestörten, von denen McGray angezogen wurde, ein Vorbote des Unheils, des Blödsinns oder einer Mischung aus beidem. Nichtsdestotrotz wirkte sie verletzt, und mein wirklich nerviges Gewissen spielte mir zum wiederholten Male einen Streich.«

Im Bann der Fledermausinsel (Ein Fall für Frey & McGray 4), Oscar de Muriel, Seite 36, Ian Frey

Klappentext:
Die Highlands 1889. Als der junge Erbe der betuchten Familie Koloman eine Todesdrohung erhält, reisen Inspector Frey und sein Kollege McGray unverzüglich zum nebelverhangenen nördlichen Zipfel des Landes. Dort, am abgelegenen Loch Maree, kommen sie im unheimlichen Herrenhaus der Kolomans unter. Die nahegelegene Insel ist von Fledermäusen befallen, und jeder der Bewohner scheint etwas zu verbergen. Als kurz darauf ein grausamer Mord im Wald geschieht, ist den Ermittlern klar: Um die Geheimnisse des mysteriösen Loch Maree zu wahren, geht jemand über Leichen …


Inhaltsangabe:

Inspector Frey bekommt in der Abwesenheit von McGray Besuch einer jungen Frau, welche ihm von einer Morddrohung gegen ihren Sohn berichtet. Sie hat aus der Presse von McGrays Hang zum Übernatürlichen erfahren und bittet die beiden Inspectors der Morddrohung nachzugehen und ihren Sohn zu schützen.

Außerdem berichtet sie von einer ominösen Quelle, deren Wasser Geisteskrankheiten heilen soll. Schon ehe Frey seinen Kollegen darüber informiert, ist ihm klar, dass sie den Fall übernehmen werden. Sein Onkel begleitet die beiden Ermittler in die Idylle der Highlands.

Die Familie Kolomans, für welche ihre Auftraggeberin arbeitet, nimmt die Ermittler während ihrer Ermittlungszeit auf und kaum sind die Inspectors angekommen, werden sie in gleich zwei Mordfälle verwickelt, und der Sohn der Kolomans gerät in Verdacht. Aber auch der Sohn der unheimlichen Nellys scheint etwas mit der Sache zu tun zu haben.

Die Familenfehde scheint etwas mit den Mordfällen zu tun zu haben, ebenso die riesigen Fledermäuse, die seit einigen Jahren in dem Gebiet rund um den See gibt.


Meinung:

Bisher war jeder Band der Reihe noch etwas spannender, gerissener und besser geschrieben als die Bände zuvor und das trifft auf jeden Fall auch auf „Im Bann der Fledermausinsel“ zu. Es wird nicht nur ein spannendes Thema aufgegriffen, sondern auch eine Reihe faszinierender Figuren eingeführt.

Ein neuer fesselnder Fall wird spannend aufgearbeitet und entwickelt sich sogar noch etwas düsterer als seine Vorgänger. Als Leser wird man wieder hervorragend zwischen den Verdächtigen hin und her geworfen, bis auch dieser Fall am Ende in einem Showdown gelöst wird, der diesmal richtig unter die Haut geht und gerade Frey ordentlich mitnimmt.

Am Ende bleibt es meiner Meinung nach dem Leser überlassen, mit welcher Seite oder ob er überhaupt Sympathie empfindet.

Auch diesmal ist der Schreibstil wieder super und die Dynamik der beiden und wie sie ihre Fälle lösen, ihre Gedanken und Ideen begeistern mich einfach jedes Mal aufs Neue.


Fazit:

Auch Band 4 der Reihe kann ich weiterempfehlen. Noch ausgefuchster und spannender und diesmal auch etwas düsterer – was vor allem dem Thema zu schulden ist – ist es für mich der bisher beste Band der Reihe.


*Im Bann der Fledermausinsel (Ein Fall für Frey & McGray 4), Oscar de Muriel, bei Wilhelm Goldmann Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe, 3. Auflage, Deutsche Erstveröffentlichung Januar 2020,
Copyright der Originalausgabe 2018 by Ocsar de Muriel, erschienen unter dem Titel: Loch of the Dead by Penguin Books Ltd.
ISBN: 978-3-442-48887-2


weitere Bücher der Reihe:

Band 1
Band 2
Band 3
Band 5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*