Fionrirs Reise – Andreas Arnold

»Das ist die Prüfung, die jedem Drachen an seinem siebten Geburtstag auferlegt wird.«

– Fionrirs Reise, Fionrirs Mutter, Seite 314

Klappentext:
Fionrir ist ein junger Drache. Auf seinen siebten Geburtstag freut er sich, wie jeder kleine Drache, ganz besonders. Denn danach wird er wie ein Erwachsener behandelt werden.

Was ihm dann aber zum Geschenk gemacht wird, verändert seine Welt.
Der junge Drache Fionrir startet in der Nacht nach seinem Geburtstag in das bis dahin größte Abenteuer seines Lebens. Auf seiner Reise muss er sich gegen die Intrigen eines windigen Wanderkrämers behaupten, der ihm sein Geschenk abspenstig machen will, Drachenjäger sind auf der Suche nach ihm und auch in Fio selbst gehen merkwürdige Dinge vor. „Warum vermag ich plötzlich mit Tieren zu sprechen?“, „Wem kann ich trauen?“ und „Wer steckt hinter dem großen Drachenschatten, der mir folgt?“, sind nur einige der Fragen, die ihn begleiten. Unterwegs schließt er Freundschaften und kann sich im Laufe seiner Reise auf das wohl ungewöhnlichste Rudel verlassen, das seine Welt je gesehen hat.
Ein Buch für Selbstleser ab acht bis zehn Jahren, ebenso für Erwachsene jeden Alters, die ihren Kindern gerne vorlesen oder die selbst einfach Freude an einer Fabel von Drachen, Menschen und anderen phantastischen Tieren haben
.


Inhaltsangabe:

 Fionrir freut sich auf seinen siebten Geburtstag. Aus den Erzählungen seiner Eltern und seiner älteren Geschwister weiß er, dass dies ein ganz besonderer Tag im Leben eines Drachen ist- er wird erwachsen. Doch mit dem Geschenk, das er erhält, hätte er nie gerechnet. Prinzessin Quirina wird ihm fein verschnürt vorgesetzt und zu seinem Schrecken wird von ihm verlangt, dass er sie fressen soll.

Völlig schockiert von dieser Drachentradition macht sich Fionrir noch in derselben Nacht auf den Weg, um Quirina zurück in ihre Heimat zu bringen. Doch die ungleichen Gefährten kommen nicht weit, ohne auf seltsame Menschen zu treffen. Und auch von einem gigantischen Drachen werden die beiden verfolgt.

Und während sich Quirina schließlich aufgrund ihrer Uneinigkeiten von ihm trennt, muss sich Fionrir mit den Drachenjägern, Piraten und Wilderern allein herumschlagen. Unterstützung bekommt er dabei von einigen Waldtieren, mit welchen er auf wundersame Weise sprechen kann. Nicht nur das, nach und nach bekommt alles um Fionrir herum eine Stimme. Wodurch er schnell herausfindet, dass Quirina in Gefahr schwebt.

Gemeinsam mit seinen neuen Freunden macht er sich auf die Suche nach der Prinzessin, noch immer mit dem Ziel, sie unbeschadet zurück in ihr Schloss zu bringen.


Meinung:

Ich muss zugeben, dass ich das Buch förmlich verschlungen habe. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgeschrieben, aber es funktioniert in seiner Art auch wunderbar als eine kleine Leselektüre für Zwischendurch für jeden junggebliebenen Erwachsenen.

Der Schreibstil ist sehr bildlich, aber einfach gehalten, weshalb es sich hervorragend für Kinder eignet und auch als Selbstleser für Kinder wunderbar funktionieren kann. Dennoch hat man viele Beschreibungen und Wortgefüge, die man einem Kind durchaus erklären muss.

Und gerade das Erklären und die Interaktion zwischen Kind und Erwachsenem ist bei dem Buch auf jeden Fall gefragt. Es spielt mit einer großen Moralstruktur und vielen kritischen Themen, die mit einem Kind auf jeden Fall kommuniziert werden müssen, damit es die richtigen Schlüsse zieht. Daher funktioniert das Kinderbuch aus meiner Sicht wirklich gut: man muss sich miteinander beschäftigen. Generell greift das Buch viele der heutigen Probleme der Gesellschaft auf und verpackt sie niedlich aber eben auch mit dem nötigen Ernst in einer lustigen und erzählerisch prima umgesetzten Geschichte. Auch die Zeichnungen fügen sich gut in das verspielt-ernste ein.

Die Charaktere fand ich alle sehr schön gezeichnet, jeder bekommt eine gewisse Persönlichkeit und Stärke und die Figuren harmonieren wunderbar untereinander.


Fazit:

Für mich ist Band 1 von „Fionrirs Reise“ ein super Kinderbuch mit einer gut gewählten Altersempfehlung, gerade, was hier das erste Selbstlesen betrifft. Kommunikation zwischen den Eltern und Kindern ist für das Buch sehr wichtig, da es mit seinen bunten, witzigen und kuriosen Figuren viele Themen aufgreift und moralisch etwas präsentieren und lehren will, was man durchaus erklären muss. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus.

Der Schreibstil ist super flüssig und lässt sich auch für Kinder in den Leseanfängen sicher einfach lesen, aber auch für Erwachsene empfinde ich das Buch als eine Leseempfehlung für Zwischendurch. Mein Neffe hatte auf jeden Fall seine Freude daran!

Das Buch und die Handlung haben mir super gefallen und auch die szenischen Zeichnungen fand ich an den richtigen Stellen positioniert. Tatsächlich müsste ich mir etwas aus den Fingern saugen, um etwas Negatives über das Buch zu sagen.


Fionrirs Reise, Andreas Arnold, Roman Reimheim-Verlag, 2017, 5. Auflage 12/2019, Druck: Verlag T. Lindemann, Offenbach, Umschlagbild und Illustrationen: Norman Heiskel   


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