Liebe knistert wie Brausepulver
– Lene Hansen –

Cover zu Liebe knistert wie Brausepulver

»Aber verrate Johnny und Jakob bloß nicht, dass wir die ganze Brause gegessen haben; sie wollten eigentlich, dass ein Teil davon auf die Torte kommt.«

– Liebe knistert wie Brausepulver, Lene Hansen, Niklas, Seite 226*

Klappentext:
Für Valerie könnte es nicht besser laufen: Frühlingsgefühle liegen in der Luft, und endlich hat sie ihre heiß ersehnte Beförderung erhalten. Doch der Sonnenschein in ihrem Leben erlischt jäh, als sie erfährt, dass ihre geliebte Großtante Berenike im Koma liegt. Valerie reist nach Berlin, um sich dort um Berenikes Café zu kümmern. In dem Lokal findet sie jedoch Hinweise, dass sich ihre exzentrischen Tante neben Buttercremekuchen und Sahnebiskuit mit weitaus gefährlicheren Dingen beschäftigt hat …

Endlich steht Niklas auf der Seite von Recht und Ordnung. Seine Karriere als Kunstdieb hat er an den Nagel gehängt. Um den Neuanfang zu wagen, lässt er alles Alte hinter sich. Doch dann lernt er Valerie kennen, die nicht nur himmlisches Gebäck verkauft, sondern gemeinsam mit ihm Hals über Kopf in ein riskantes Abenteuer verwickelt wird …


Inhaltsangabe:

Valerie hat soeben ihre heiß ersehnte Beförderung bekommen, auf welche sie bereits lange Zeit hinarbeitet, da erlebt ihre Schwärmerei für Claas einen herben Rückschlag. Und während sie noch versucht, darüber hinwegzukommen, erhält sie einen Anruf von einem Berliner Anwalt, der sie darüber informiert, dass ihre Tante Berenike im Krankenhaus liegt. Offenbar hat ihre Tante verfügt, dass ihr geliebtes Café in Valeries Hände übergeben werden soll, sollte ihr etwas zustoßen.

Von der Nachricht getroffen, reist Valerie ohne zu zögern nach Berlin.

Derweil wird Niklas von seinem Alten Kontakt, X, aufgesucht, um ein neues – ihm gut bekanntes – Gemälde zu stehlen. Eigentlich hatte sich Nick zurückziehen und ein ehrliches Leben leben wollen, doch ihm ist klar, dass X zu viel über ihn weiß, und ihm sein Leben durchaus madig machen könnten, sollte er sich weigern.

Gemeinsam mit seiner Mutter und seinen beiden Söhnen ziehen ihn die Hinweise von X ebenfalls nach Berlin. Und wie es der Zufall will, in Valeries neues Café.


Meinung:

Der Anfang hat sich meiner Meinung nach arg gezogen. Niklas und Valerie und deren Leben werden dem Leser vorgestellt und ihre Situationen ausgiebig beleuchtet. Dadurch werden einem die Figuren zwar durchaus sehr sympathisch, aber es wirkte auf mich durchaus etwas zu erklärend.

Das letzte Drittel ist dann aber durchaus sehr spannend geschrieben und gerade die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren passt einfach hervorragend und macht Spaß zu lesen. Niklas und Valerie funktionieren hervorragend zusammen und sind einfach nur niedlich.

Wobei für mich Berenike als Figur irgendwie am spannendsten und interessantesten erschien. Ihre Geschichte würde mir detailliert auch noch mal sehr gut gefallen – wobei man natürlich schon viel erfährt.

Die Handlung an sich hat auch viel Spaß gemacht. Da ich als Leser aber immer schon mehr Informationen hatte als die Figuren im Buch, wirkten Handlung und Schlussfolgerungen manchmal leider recht ermüdend. Die Spannung geht hier eindeutig vielmehr von Niklas und Valeries Dynamik und Berenikes Vergangenheit aus, als der Rahmenhandlung um den Diebstahl. Dieser erscheint mir tatsächlich eher als Vorwand und verläuft etwas zu sauber. Dennoch ist die Grundidee mal etwas Neues und durchaus tiefsinnig. 

Der Schreibstil gefällt mir jedoch nach wie vor sehr gut. Er ist locker, witzig und leicht. Zwar wirkt er an manchen Stellen etwas zu gekünstelt, gerade, was den Humor betrifft und die Rückblenden empfand ich persönlich als etwas nervig, aber das Buch zieht den Leser dennoch locker mit und lässt die Seiten hinter einem zurück.


Fazit:

Ein bunter, witziger und gefühlvoller Liebesroman, bei dem die Harmonie zwischen den beiden Hauptfiguren von der ersten Zeile an einfach stimmt. Die Figuren sind durchweg lebendig und sympathisch und nehmen den Leser auf ihrem Weg mit.


*Liebe knistert wie Brausepulver, Lene Hansen, 1. Auflage, 2022, in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0918-8


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