Das Lied der Dunkelheit
(Demon Zyklus, Band 1)
– Peter V. Brett –

Cover zu Demon Zyklus Band 1

»Wenn du meinen Tod willst«, knurrte er, »dann wirst du mich selbst umbringen müssen. Im ganzen Labyrinth gibt es keine Horclinge mehr, die dir diese Arbeit abnehmen!«

– Das Lied der Dunkelheit (Demon Zyklus, Band 1), Peter V. Brett, Arlen, Seite 564*

Klappentext:
„Weit ist die Welt – und dunkel …“
… und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben.


Inhaltsangabe:

Arlen wächst in einem kleinen Dorf auf und lernt früh, dass die Menschen des Nachts nicht nach draußen gesehen sollten. Mit Siegeln werden die Häuser vor den Dämonen, den Horclingen, geschützt, welche in der Nacht aus der Hölle gekrochen kommen und Jagd auf alles Lebende machen.

Arlen beweist ein erstaunliches Geschick, was das Zeichnen dieser Siegel betrifft, aber er hat es auch satt, für immer in seinem Heimatdorf zu bleiben. Er will Kurier werden, einer der wenigen hochangesehenen Menschen, welche zwischen den Dörfern und Städten umherkommen und Informationen und Waren „liefern“.

Zur gleichen Zeit, in der sich Arlen nach der Welt sehnt, wird Leesha von der Kräuterhexe Bruna aufgenommen und lernt von dieser das Handwerk der Hexenkunst und Heilung. Rojer derweil ist fasziniert von den Jongleuren, welche häufig mit den Kurieren ziehen, um den Menschen etwas Freude in die dunklen Tage zu bringen.

Die Jahre vergehen, bis die drei jungen Menschen aufeinandertreffen und in ein Abenteuer und einen Kampf gegen finstere Kreaturen und Mächte hineingezogen werden.


Meinung:

Die Welt ist großartig und auch die Charaktere haben sehr viel Tiefe und Persönlichkeit. Band eins beschäftigt sich zu einem sehr großen Teil mit der Charakterisierung der Welt und lässt dem Leser viel Zeit, sich diese spannende Welt genauer anzuschauen und sich darin zurecht zu finden. Gemeinsam mit den Figuren, deren Weg man von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter hin man verfolgt, lernt man diese Welt kennen.

Und die Welt ist groß, gerade zu gigantisch, sodass ich mich als Leser mancherorts doch etwas überfordert und überrumpelt fühlte. Man spürt deutlich, dass Band 1 diese große Welt aufbaut, und dem Leser diese zu vermitteln versucht. Die Figuren werden alle geformt und an den richtigen Orten platziert. Gerade zu Beginn fiel das Dranbleiben daher etwas schwerer.

Das System um die Magie, die Siegel und die Dämonen ist ebenfalls spannend und etwas Anderes und Charakteristisches. Und Arlen auf jeden Fall ein Charakter, den ich so eher weniger in Büchern sehe. 

Zwar wurde mir an keiner Stelle die Handlung langweilig, alle Charaktersichten waren spannend und boten immer Neues und Spannendes.

Aber ab der Mitte bis zum Ende hin baut die Handlung nochmal deutlich an Fahrt auf. Die Handlung wirkt ungezwungener und freier und auch der Schreibstil liest sich ab da deutlich flüssiger. Die Charaktere bekommen Luft, um in dieser Welt zu atmen.


Fazit:

Band 1 baut deutlich eine große Welt auf und dient dem Leser dazu, die Figuren und die Umgebung kennen zu lernen. Charaktere werden strategisch platziert und ihnen ihre Aufgabe zugeteilt.

Ein spannender Auftakt einer sehr interessant anmutenden Fantasy-Reihe, mit starken Charakteren und einer grandiosen Welt.


*Das Lied der Dunkelheit, Peter V. Brett, 17. Auflage, by Wilhelm Heyne Verlag, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Prindet in Germany 2015
Copyright 2008 by Peter V. Brett, Oritinaltitel: The Painted Man


weitere Bücher der Reihe:

Band 2
Band 3
Band 4
Band 5

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