Falcon Peak – Wächter der Lüfte
Heiko Wolz (BD. 1)

Cover zu Falcon Peak Band 1

»Entschuldige bitte«, hauchte Ivy. Ihr Orangenduft kitzelte in Kendricks Nase.
»Wofür?«, fragte er.
»Dafür«, sagte sie und gab ihm einen kräftigen Stoß.

– Falcon Peak – Wächter der Lüfte, Heiko Wolz, Seite 73*

Klappentext:
Ein spannendes Fantasy-Abenteuer für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren
Der Auftakt der mystischen Fantasy-Reihe begeistert Kinder und auch Erwachsene. Ein ideales Geschenk für Fans von „Woodwalkers“ oder „Animox“.  

Ein mächtiges Geheimnis verbirgt sich im Fels des Falcon Peak
Als der 13-jährige Kendrick in die Heimat seiner verstorbenen Mutter zurückkehrt, um das dortige Internat zu besuchen, merkt er schnell, dass an diesem Ort sonderbare Dinge vor sich gehen. Wohin verschwinden einige von Kendricks Mitschülern heimlich an den Abenden? Warum hat die Lehrerin Ms Bocksworth gerade ihn unter besonders strenger Beobachtung? Warum sind überall in der Schule Greifvögel abgebildet? Und was hat es mit der Felsspitze des sagenumwobenen Falcon Peak auf sich?
Seine Mitschülerinnen Ivy und Sienna wissen mehr als sie zugeben, da ist sich Kendrick sicher. Doch die Antworten auf seine Fragen führen ihn ausgerechnet zurück in seine eigene Vergangenheit …  


Inhaltsangabe:

Kendrick zieht mit seinem Vater aus London zurück in seine Heimat Avelston. Schnell merkt er, dass von den Lehrerinnen und den Schülerinnen an der Mount Avelston School ein großes Geheimnis gehütet wird. Ein Geheimnis, dem er auf die Spur kommen will und das eng mit ihm und dem Tod seiner Mutter verbunden ist.

Indes beschützen die Wächterinnen die Peaks, oder genauer gesagt, bewachen sie das was darunter gefangen gehalten wird. Wie Kendrick glaubt, nur eine Legende, aber die Geschichte scheint sich zu wiederholen.

Meinung:

Zu allererst muss ich sagen, dass das Cover auf jeden Fall ein absoluter Hingucker ist. Sowohl farbtechnisch als auch künstlerisch und ästhetisch, einfach klasse!

Und auch die Grundidee hat mich sehr begeistert. Ein Traum, den wohl jeder schon einmal hatte: Fliegen. Das hat Kindheitserinnerungen geweckt und man konnte sich sofort in die Geschichte einfühlen.

Die Handlung gefiel mir sehr gut und auch die Geheimnisse, die rund um Kendrick, die Schule, die Mädchen und die Black- und White Peaks aufgedeckt werden, fand ich super. Kendrick wird zum Bindeglied zweier Parteien, die eher weniger miteinander zu tun haben wollen.

Das Ende empfand ich wiederum als etwas zu abrupt, selbst für einen ersten Band einer Reihe. Es wirkte etwas, als würde das Problem kleingeredet und plötzlich steht die Sonne wieder am wolkenlosen Himmel. Das hat mich aus dem sonst schönen Erzählrhythmus rausgerissen.

Leider hatte ich bis zum Ende meine Probleme, die Vielzahl an Charakteren den jeweiligen Namen und Vogelarten zuzuordnen. Es wird viel Zeit auf Kendrick und Ivy gesetzt und auch Sienna und Clarence lernt man kennen. Bei den anderen Mädchen der Gruppe hoffe ich bei Band 2 auf mehr Individualität und Unterscheidungsmerkmale.

Ansonsten hat mich Band 1 mit seinen Charakteren gut unterhalten. Es ist auf jeden Fall eine bunte Sammlung verschiedener und interessanter Persönlichkeiten, auf welche ich mich in Band 2 freue.

Mit einem empfohlenen Lesealter von 10-12 Jahren, weiß ich nicht so recht, was ich von den Schwärmereien Kendricks zu gleich zwei Mädchen halten soll. Für mich wirkte das irgendwie Fehl am Platz und nicht natürlich. Da es hier auch nicht explizit mit der Handlung verknüpft ist und getrost hätte weggelassen werden können – und es wäre genauso abgelaufen. Aus Kinder- und Jugendbüchern bin ich eher den Aufbau und die Vertiefung einer Freundschaft gewohnt. Ich weiß nicht ganz, was mir oder Kindern in dem Alter diese Andeutung genau vermitteln soll.

Fazit:

Ein Kinderbuch, das ich jedem gerne empfehle, der schon als Kind immer vom Fliegen geträumt hat. Und auch jedem Erwachsenen, der nie mit dem Traum gebrochen hat.

Es hat Spaß gemacht Kendrick bei seinen Nachforschungen bezüglich der eigenen Vergangenheit und die der Schule zu folgen. Zwar fiel es mir schwer, seinem Charakter von Anfang an zu greifen, aber nach und nach wird er einem sympathischer. Auch die anderen Figuren bestechen durch interessante Ideen, wenn sie in Band 1 auch noch recht blass bleiben.

Der Schreibstil ist einfach und bildlich und die Handlung weckt die Neugierde und wird einem auch nicht langweilig. Zwar hatte ich meine Probleme in den Erzählstil hineinzufinden und auch das Ende kam ein wenig abrupt, aber alles in allem wirkt die Geschichte gut durchdacht.


*Falcon Peak – Wächter der Lüfte, Heiko Wolz, 2021, arsEdition GmbH, Cover: Frauke Schneider, Lektorat: Ulrike Hübner, Satz und Herstellung: Theresa von Zepelin


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