Superior von Hendrik Frerking

»Jetzt bleibt mir nur noch, dir viel Glück zu wünschen. Denke an das, was ich dir gesagt habe und vertraue niemandem! Wir bringen dich hier raus! Und … Ich liebe dich, Freya!«

– Aufzeichnung, Seite 21, Superior


Klappentext:

Erinnerungslos erwacht Freya in einer heruntergekommenen und verlassenen Forschungsstation. Medikamente, eine Waffe und ein paar Drogen mit puschender Wirkung, aber verheerenden Nebenwirkungen, ist alles, was man ihr hinterlassen hat. Zudem eine Videonachricht mit dem Versprechen, sie zurück ans Tageslicht zu holen.

Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und einem Weg nach draußen gerät sie schon bald zwischen die Fronten eines uralten Krieges, der lange noch nicht ausgefochten wurde. Ihr Erwachen ist nur der Startschuss eines höheren Plans, in dem sie selbst ungewollt die zentrale Rolle einnehmen muss, wenn sie sich selbst und die anderen Teilnehmer des Superior-Projekts retten will.



Kurze Zusammenfassung:

 In einem Tank gefüllt mit einer merkwürdigen Flüssigkeit, kommt die Freya zu sich – völlig ohne Erinnerungen. Unpraktisch, da niemand da ist, der ihr Antworten geben kann – niemand, nur eine Videonachricht aus längst vergangener Zeit und Roboter durchbrechen die Stille der verwaisten Forschungsstation. Roboter, die es auf sie abgesehen haben und auf der Suche nach ihr sind.

Doch so allein wie Freya glaubt, ist sie schließlich nicht. Auf ihrem Weg an die Oberfläche trifft sie auf weitere Überlebende. Menschen, die sie unterstützen und an ihr Ziel begleiten. Freya wird zur letzten Hoffnung eines langen andauernden Krieges, der bereits vor Ewigkeiten alles Leben vernichtet und die Menschheit beinahe vollständig ausgerottet hat.

Was kann sie tun? Welche Rolle spielt sie in dem minuziös ausgefeilten Plan und wer ist sie?


Positiv:

Die Handlung geht rasch voran und gerade gegen Ende nimmt sie unglaublich an Fahrt auf. Es wird nie langweilig und die Botschaft, die im Laufe der Geschichte immer weiter zum Tragen kommt, bohrt sich tief ins Gedächtnis. Was macht den Menschen aus? Wo fängt der Mensch an und wo hört er auf? Ist es eine mögliche Zukunft? Fragen, die man sich beim Lesen immer wieder gestellt hat.

Man fiebert sehr viel mit und am Ende verschlingt man die Handlung geradezu, will wissen, wie es weitergeht.

Die Story des Buches scheint sehr nah am Möglichen gebaut, sieht kritisch auf die Entwicklung und lässt einen immer wieder die aktuelle Situation der Welt überdenken.


Negativ:

Obwohl die Charaktere sehr gut gezeichnet und charakterisiert sind, hatte ich große Probleme, mich mit ihnen zu identifizieren. Man fühlt auf jeden Fall mit und kann Gedanken und Handlungen auch nachvollziehen, aber letztendlich hatte ich immer wieder Charaktere aus einem ganz bestimmten Marvel Film im Kopf.

Gerade Freya erscheint mir durchweg etwas schwach, und nervt mit ihrer ständig aggressiven und motzenden Art. Auf der einen Seite macht es sie lebendig, sympathisch, aber der anderen wollte ich sie das ganze Buch über erschlagen.


Fazit:

Ein sehr gutes Buch mit einer spannenden Handlung und einem durchaus realistisch kritischen Blick in die Zukunft. Wenn unsere Wege einmal in eine ähnliche Richtung führen, sieht es schlecht für uns aus. Hoffen wir auf das Beste.

Auch, wenn man manchmal den Eindruck bekam, eine ähnliche Szene schon einmal gelesen zu haben, überrascht die Handlung einen immer wieder. Es wird nicht langweilig und es gibt immer wieder etwas zu bestaunen. Gerade Freya gibt sich viel Mühe, einen mit unüberlegten Vorgehensweisen zur Weißglut zu treiben und einen überrascht die Augenbrauen emporheben zu lassen.

Schockiert hat mich schließlich der Schluss des Buches, habe ich etwas völlig anderes erwartet und überhaupt nicht damit gerechnet. Auch bin ich mir nicht ganz sicher, was ich von dem Ende halten soll – ist es gut, oder schlecht? – ich kann nur sagen, dass es einen die Handlung des kompletten Buches noch einmal überdenken lässt. Zum Guten oder Schlechten, ich denke, das muss jeder selbst entscheiden.

Für mich eindeutig ein Buch, das mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Ein Muss, für alle, die junge Autoren unterstützen wollen!


Deutsche Erstauflage 2016, AAVAA Verlag, Superior, Hendrik Frerking 


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